Unsere Schwerpunkte

Die Aktivitäten der Leprahilfe  Senegal konzentrieren sich vor allem auf diese Bereiche

Medizinische Betreuung

Das fehlende Krankenversicherungsystem sowie die Armut des Dorfes, welche aus fehlenden Arbeitsplätzen resultiert, macht eine Behandlung bei Krankheit und Notfall unerschwinglich.

Hier versucht die Leprahilfe den Bedürftigen das größte Leid abzuwenden.

Nötige Medikamente, Untersuchungen und teilweise auch lebensrettende Operationen werden den finanziellen Möglichkeiten entsprechend von der Leprahilfe Senegal übernommen.

 

Medikamente gegen Lepra werden von der Firma Novartis,  Amputationen der Extremitäten vom Staat bezahlt.



Die Ernährung / Küche

Eine ausreichende Ernährung ist die  Grund-voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Lepra.

Ein von Unterernährung geschwächtes Immunsystem kann auch mit Medikamenten die Krankheit nicht bekämpfen.

Die Köchinnen Dieynaba Ndiaye sowie ihre Helferinnen bereiten für ca. 140 Schwerstbehinderte eine warme Mahlzeiten pro Tag zu.

 

In zwei großen Kesseln werden ausgewogene, traditionelle Speisen zubereitet, welche dann meist von Kindern der Betroffenen abgeholt werden.



Hilfe zur Selbsthilfe

Die nachhaltige Sicherung eines Grundeinkommens, zumindest eines Familienmitgliedes wird immer wichtiger, um die Abhängigkeit von Geldzuwendungen aus Europa zu verringern.

 

Während die Schneiderei vielen Mädchen eine Ausbildung als Näherin zukommen lässt sowie den Abgängerinnen eine mechanische Nähmaschine als Startilfe spendiert,  versucht die Leprahilfe auch den Menschen in der Ausübung ihrer Arbeit zu helfen.

Bauern erhalten einen Zuschuss für den Brunnenbau und Saatgut, Fischernetze werden gekauft sowie neue "Transportunternehmer" mit Esel- und Pferdefuhrwerken ausgestattet.



Familienhilfe/Patenschaft

Bedürftige Familien und deren Kinder werden von Spendern direkt im Rahmen einer Familien/Kinderpatenschaft unterstützt.

Mit der monatlichen Spende von € 25,- erhalten die Familien der Kinder Bargeld als Zuschuss zum Kauf von Lebensmitteln zur ausreichenden Ernährung der Kinder.

Außerdem werden Medikamentenkosten und Kosten im Krankheitsfall  übernommen.

 

Wenn wir in Senegal sind, besuchen wir die Familien um uns nach ihrem Befinden zu erkundigen.



Hausbau & Sanitäre Einrichtungen

Die traditionellen Hütten aus Stroh oder ungebranntem Lehm bestehen meist aus einem Raum mit ca. 12 Quadratmetern. Pro Familie sind in der Regel zwei solcher Hütten vorhanden, jede beherbergt sechs bis zehn Menschen.

  • Strohhäuser sind sehr brandgefährdet. Das Dorf hat in seiner Geschichte schon zwei Brandkatastrophen erlebt.
  • Die Lehmhäuser wiederum sind während der Regenzeit einsturzgefährdet. Der ungebrannte Lehm saugt die Feuchtigkeit regelrecht auf, dabei verliert er seine Festigkeit und die Hütten stürzen plötzlich ein.

Traditionellerweise verrichten die Senegalesen ihre Notdurft in ausgehobene Erdlöcher, über die eine Betonplatte gelegt wird, die in der Mitte ein Loch aufweist.Die Fäkalien und Abwässer gehen ungereinigt ins Grundwasser und stellen eine zunehmende gesundheitliche Bedrohung dar.

 

Seit 2001 haben wir mit dem Bau von sanitären Anlagen begonnen, die aus einer Bodentoilette und einem Waschraum mit angeschlossener 2 Kammer Senkgrube bestehen.



Infrastruktur

Die Leprahilfe Senegal hat in den letzten Jahren zahlreiche Brunnen finanziert.

Genügend Wasser gibt es nur in der 4 Monate dauernden Regenzeit. Danach müssen die Felder mit Grundwasser versorgt werden. Zwiebel, Tomaten und Kohl können bis zu zweimal pro Jahr geerntet werden, wenn genügend Wasser zur Verfügung steht.

 

Manche Gemüseproduzenten haben ein ausgeklügeltes Speichersystem entwickelt: vom Brunnen aus werden über ein unterirdisches Leitungssystem mehrere Wasserbecken gefüllt.

Dadurch werden die Wege beim Gießen mit Wassereimern deutlich verkürzt.